Joachim Winkelhock: überwältigt von mehr als 43.000 Besuchern
Im Schalensitz Nr. 67
Es roch nach Leder, Benzin und Lack. Oldtimer und Youngtimer hatten überall ihren großen Auftritt. Messegelände, Stadt und Region standen vier Tage lang ganz im Zeichen historischer Fahrzeuge, die überall ihren Charme verströmten: auf der Straße, auf dem Bodensee und am Himmel über Friedrichshafen. Mehr als 43.000 Besucher ließen sich auf der Klassikwelt Bodensee mit viel Freude vier Tage in die äußerst bunte und vielfältige Vergangenheit der Mobilität entführen. Viele Tausende Besucher holten an diesen Oldtimer-Festtagen auch ihren eigenen Klassiker aus der Garage und sorgten schon auf der Fahrt zur Messe für ihre eigene Schau.
Die Klassikwelt Bodensee und die zeitgleich laufende Expo „the electric avenue“ gingen am Sonntag laut Projektleiter Roland Bosch mit einem erfreulichen Ergebnis zu Ende: Insgesamt 749 Teilnehmer, darunter Aussteller, Clubs und Teams aus 14 Nationen waren mit ihrem umfassenden Angebot an historischen Fahrzeugen, Dienst- und Serviceleistungen und Ersatzteilen rund um das Oldtimergeschäft in Friedrichshafen präsent. Auch die dritte Expo für nachhaltige Mobilität „the electric avenue“ stieß bei den Besuchern erneut auf großes Interesse und sorgte auf den Testparcours in der Halle und im Freigelände mit Hilfe stromgetriebener Antriebe für ganz neue Fahrerlebnisse.
„Die Oldtimer-Gemeinde hat die Mischung aus Verkaufs- und Eventmesse gut angenommen“, freute sich Messechef Klaus Wellmann am Sonntag zu Messeschluss. Oldtimer-Klassiker stehen als begehrte Kapitalanlage hoch im Kurs. Entsprechend gut liefen an vielen Verkaufsständen auch die Geschäfte mit Fahrzeugen und Teilen. Aber auch die Begeisterung, die Fahrzeuge in Aktion erleben zu können, war für die zahlreichen Besucher ein überzeugendes Argument für ihren Besuch.
Joachim Winkelhock, geboren am 24. Oktober 1960 in Waiblingen und der jüngere Bruder von Manfred Winkelhock, begann seine Motorsport-Karriere 1979 beim Renault-5-Pokal, einer Tourenwagen-Meisterschaft. In den folgenden Jahren stieg Winkelhock über Einsätze in der Formel Ford und der deutschen Formel 3 im Jahr 1989 mit dem französischen Team AGS in die Formel 1 auf. Aufgrund seines technisch unterlegenen Wagens konnte er sich jedoch für kein Rennen qualifizieren.
1990 wechselte Winkelhock zu BMW und stieg für drei Jahre in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) ein, wo er dreimal siegte. Ab 1993 ging er bei der britischen Tourenwagen-Meisterschaft an den Start und konnte seine erste Saison mit einem Gesamtsieg abschließen. Darüber hinaus startete er erfolgreich bei zahlreichen Langstreckenrennen. 1991 und 1992 gewann Winkelhock das 24-h-Rennen Nürburgring, 1995 die 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und 1999 auf einem BMW Sportwagen V12 LMR das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Mit demselben Wagen konnte er auch Erfolge in der American Le Mans Series einfahren.
Von 2000 bis 2003 war Joachim Winkelhock wieder in der DTM für Opel hinter dem Lenkrad aktiv, seit 2004 ist er Repräsentant der Marke. Außerdem war Winkelhock TV-Co-Kommentator für das ZDF bei DTM-Übertragungen. Bis heute ist Joachim Winkelhock Markenbotschafter und Fahrtrainer für Opel und das Opel Performance Center (OPC) und auch im Dienste der Marke bei der Klassikwelt Bodensee am Start.
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